Vanilleextrakt selber machen: einfaches Rezept mit echten Schoten

Ein selbst gemachter Vanilleextrakt braucht zwei Zutaten, fünf Minuten Arbeit und ein bisschen Geduld. Den Rest macht die Zeit.

Vanilleextrakt selber machen heißt: Vanilleschoten in hochprozentigem Alkohol ausziehen. Der Alkohol löst die Aromastoffe aus der Schote und konserviert sie. Heraus kommt ein dunkles, intensives Extrakt, das jedem gekauften Fläschchen überlegen ist und dazu günstiger, sobald du es einmal angesetzt hast. Du brauchst nur Schoten, Alkohol und ein sauberes Glas.

Was du brauchst

Für etwa 250 ml Extrakt:

  • 5 bis 6 echte Bourbon Vanilleschoten
  • 250 ml Alkohol mit mindestens 35 Prozent (zum Beispiel Wodka)
  • ein sauberes Schraubglas oder eine Flasche mit Verschluss

Mehr ist es nicht. Die Qualität des Extrakts hängt fast nur an der Qualität der Schoten. Pralle, feuchte Schoten geben mehr Mark und mehr Aroma ab als trockene. Unsere Gourmet-Schoten sind 16 bis 18 cm lang und biegsam, genau richtig dafür.

Vanilleextrakt selber machen: die Anleitung

  1. Schneide die Vanilleschoten längs auf, sodass das Mark frei liegt. Du musst es nicht herauskratzen, die ganze Schote kommt mit ins Glas.
  2. Gib die aufgeschnittenen Schoten in das saubere Glas.
  3. Füll den Alkohol auf, bis die Schoten vollständig bedeckt sind.
  4. Verschließe das Glas und stell es dunkel bei Zimmertemperatur ab, zum Beispiel in den Küchenschrank.
  5. Schüttle es einmal pro Woche kurz durch.
  6. Nach 8 Wochen kannst du das erste Mal probieren. Sein volles Aroma hat der Extrakt nach 3 bis 6 Monaten.

Aufgeschnittene Vanilleschoten in einem Glas mit Alkohol angesetzt

Welcher Alkohol passt am besten?

Am sichersten ist geschmacksneutraler Wodka. Er lässt die Vanille pur durchkommen. Wer mag, nimmt Rum oder Bourbon Whiskey, dann bekommt der Extrakt eine warme, leicht karamellige Note, die gut zu Gebäck passt. Entscheidend ist nicht die Sorte, sondern der Alkoholgehalt: Unter 35 Prozent zieht das Aroma schlechter und der Extrakt wird nicht richtig haltbar.

Ehrlich gesagt schmeckt der Unterschied zwischen einem Wodka- und einem Rum-Ansatz kleiner, als viele denken. Nimm einfach das, was du da hast.

Geht das auch ohne Alkohol?

Ja. Statt Alkohol nimmst du pflanzliches Glycerin. Das Ergebnis ist milder, etwas süßlicher und nicht ganz so lange haltbar, eignet sich aber gut für Kinderrezepte oder zum Verschenken. Der Ansatz braucht dann etwas länger und sollte kühl gelagert werden.

Wie lange hält selbst gemachter Vanilleextrakt?

Durch den Alkohol praktisch ewig. Wenn die Flüssigkeit weniger wird, gießt du einfach neuen Alkohol nach. Sind die Schoten irgendwann ausgelaugt, gib ein, zwei frische dazu. So läuft dein Extrakt im Grunde endlos weiter, und er wird mit jedem Monat besser.

Wofür du den Extrakt verwendest

Überall, wo Vanille rein soll und das Mark einer ganzen Schote zu viel Aufwand wäre: in Rührteig, Pfannkuchen, Eis, Sahne, Pudding, Porridge oder ins Kaffeegetränk. Ein Teelöffel reicht meist. Weil echter Extrakt so konzentriert ist, kommst du lange damit aus.

Wenn du wissen willst, woran du gute Schoten überhaupt erkennst und was echte Bourbon Vanille ausmacht, lies dich kurz ein, bevor du kaufst. Die ganze Auswahl an Vanille aus Madagaskar findest du in unserem Shop.

Häufige Fragen

Welcher Alkohol eignet sich für Vanilleextrakt? Am besten ein geschmacksneutraler Alkohol mit mindestens 35 Prozent, zum Beispiel Wodka. Auch Rum oder Bourbon funktionieren, geben aber eine eigene Note. Wichtig ist der hohe Alkoholgehalt, er zieht das Aroma aus den Schoten und macht den Extrakt haltbar.

Wie lange muss Vanilleextrakt ziehen? Mindestens 8 Wochen. Sein volles Aroma entwickelt er nach 3 bis 6 Monaten. Je länger er zieht, desto intensiver wird er.

Kann ich Vanilleextrakt ohne Alkohol machen? Ja, mit pflanzlichem Glycerin statt Alkohol. Der Extrakt wird milder und süßlicher und ist weniger lange haltbar. Für Kinderrezepte eine gute Alternative.

Wie viele Vanilleschoten brauche ich? Als Faustregel 5 bis 6 Schoten auf 250 ml Alkohol. Mehr Schoten ergeben einen kräftigeren Extrakt.