Pfeffer aus Madagaskar: alle Sorten im Überblick

Madagaskar steht für Vanille. Dabei wachsen auf der Insel auch einige der spannendsten Pfeffer der Welt, vom kräftigen schwarzen bis zum wilden Urwaldpfeffer.

Aus Madagaskar kommen vier sehr unterschiedliche Sorten: schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer, der seltene wilde Voatsiperifery Urwaldpfeffer und die fruchtigen Rosa Beeren. Schwarzer und weißer Pfeffer stammen von derselben Pflanze und unterscheiden sich nur in Reife und Verarbeitung. Voatsiperifery ist eine eigene Wildpflanze, Rosa Beeren botanisch gar kein echter Pfeffer. Hier der Überblick und wofür sich welche Sorte eignet.

Schwarzer Pfeffer: der kräftige Klassiker

Schwarzer Pfeffer wird unreif geerntet und mit Schale in der Sonne getrocknet. Dabei wird er dunkel und runzlig und entwickelt seine typische, kräftige Schärfe und das volle Aroma. Unser schwarzer Pfeffer aus Madagaskar kommt von unserer Familie aus dem Süden der Insel, handgeerntet und ohne Pestizide. Er passt zu fast allem, von Fleisch über Gemüse bis zu Eintöpfen.

Weißer Pfeffer: fein und mild

Weißer Pfeffer stammt von derselben Pflanze wie der schwarze, wird aber vollreif geerntet, geschält und getrocknet. Übrig bleibt der helle Kern. Dadurch ist er feiner, milder und etwas erdiger. Weißer Pfeffer passt besonders zu hellen Saucen, Fisch, Geflügel und Gemüse, wo dunkle Pünktchen stören würden.

Voatsiperifery: der wilde Urwaldpfeffer

Voatsiperifery ist die Rarität unter den madagassischen Pfeffern. Er wächst ausschließlich wild im Regenwald, rankt sich an bis zu 20 Meter hohen Bäumen empor und wird von Hand geerntet. Seine kleinen, runden Körner mit dem charakteristischen Stiel schmecken komplex: würzig-pfeffrig mit waldigen, erdigen Noten und einem Hauch Zitrus. Mehr dazu, was der wilde Urwaldpfeffer Voatsiperifery so besonders macht, liest du im eigenen Beitrag.

Schwarze Pfefferkörner aus Madagaskar in Nahaufnahme

Rosa Beeren: fruchtig, aber kein echter Pfeffer

Rosa Beeren werden zwar wie Pfeffer verwendet, stammen aber von einem anderen Strauch und sind botanisch kein echter Pfeffer. Sie schmecken fruchtig-mild mit zitrusartiger, leicht süßlicher Note und sind durch ihre Farbe auch dekorativ. Sie passen zu Fisch, Salaten, Käse und sogar Desserts.

Die Sorten im Überblick

Sorte Pflanze Geschmack Am besten für
Schwarzer Pfeffer Piper nigrum (unreif) kräftig, scharf, aromatisch fast alles
Weißer Pfeffer Piper nigrum (reif, geschält) fein, mild, erdig helle Saucen, Fisch, Geflügel
Voatsiperifery wilder Urwaldpfeffer komplex, waldig, zitrusartig Finish für Fleisch, Käse, Schokolade
Rosa Beeren anderer Strauch fruchtig, mild, zitrusartig Fisch, Salate, Käse, Desserts

Warum Pfeffer aus Madagaskar

Wie bei unserer Vanille beziehen wir den Pfeffer direkt von den Familien, die ihn anbauen und wild ernten, ohne Zwischenhandel. Handgeerntet, sonnengetrocknet und naturbelassen. Frisch gemahlen oder gemörsert entfaltet jeder Pfeffer sein volles Aroma, weil die ätherischen Öle dann am stärksten sind.

Die ganze Auswahl an Pfeffer aus Madagaskar und den seltenen Voatsiperifery Urwaldpfeffer findest du im Shop.

Häufige Fragen

Welche Pfeffersorten kommen aus Madagaskar? Schwarzer und weißer Pfeffer (beide von Piper nigrum), der wilde Voatsiperifery Urwaldpfeffer und Rosa Beeren. Schwarzer und weißer Pfeffer stammen von derselben Pflanze, unterscheiden sich aber in Reife und Verarbeitung.

Was ist der Unterschied zwischen schwarzem und weißem Pfeffer? Schwarzer Pfeffer wird unreif mit Schale getrocknet, dadurch kräftig und scharf. Weißer Pfeffer wird vollreif geerntet, geschält und getrocknet, dadurch feiner und milder. Es ist dieselbe Pflanze.

Sind Rosa Beeren echter Pfeffer? Botanisch nicht. Sie stammen von einem anderen Strauch, werden aber wie Pfeffer verwendet und schmecken fruchtig-mild mit zitrusartiger Note.